HYPNOSETHERAPIE

HYPNOSE IN DER THERAPIE

Im engeren Sinne ist Hypnose eine Kommunikationsmethode, die es einem Menschen ermöglicht, sich in den veränderten Bewusstseinszustand der Trance zu begeben. Ob jemand durch Hypnose in Trance geht, hängt vor allem von der vertrauensvollen Beziehung zwischen Hypnosetherapeut und Klienten ab und von der momentanen Bereitschaft, eine Trance zu erleben. In der hypnotischen Trance kommt es zu Veränderungen im Erleben (z.B. Einengung der bewussten Aufmerksamkeit, Veränderung der Körperwahrnehmung, intensivere Vorstellungsaktivität) und zu einer Veränderung bestimmter körperlicher Vorgänge (z.B. verringerte Muskelspannung, Senkung der Atemfrequenz, Senkung des Blutdrucks). Der Bewusstseinszustand der hypnotischen Trance ähnelt sehr Trancezuständen, die durch andere Verfahren erzielt werden, z.B. durch autogenes Training oder Meditation. Die „alte“ Hypnose verwendete meist eine befehlsartige, zwingende Sprache. So wurde (und wird von manchen Bühnenhypnotiseuren immer noch) der falsche Eindruck erweckt, als ob die hypnotisierte Person eine willenlose Marionette sei. Die „neue“ Hypnose verwendet eine erlaubende, gewährende Art der Kommunikation, macht Vorschläge, bietet Wahlmöglichkeiten und stärkt die Selbstbestimmung. Die Kommunikation richtet sich dabei an das Unbewusste, als eine Instanz im Inneren mit besonderen Möglichkeiten, die über das Wohlergehen eines Menschen wacht.

Wir wenden die Hypnose mit einer Einwilligung der Klientin oder des Klienten an, wenn andere Therapieformen kein Ergebnis bringen

Wo wird Hypnohypnose kreisese vorteilhaft angewendet?

Die Hypnose wird angewendet bei psychische Krankheiten, insbesondere Angstzuständen, Depressionen, Gereiztheit, Unruhe, Aggressivität und anderen Verhaltensstörungen, bei Schlafstörungen, neurotischen Fehlentwicklungen, sowie bei Zwangszuständen.

Daneben auch bei Suchtkrankheiten, wobei Hypnose nicht allein das Suchtverhalten unterdrücken, sondern auch die Ursache aufdecken und beseitigen soll.

Gute Erfolge erzielt man auch in der Raucherentwöhnung und bei Alkoholmissbrauch, ferner bei Arzneimittelmissbrauch und Drogenabhängigkeit. Ausserdem auch bei psychosomatischen Krankheiten, bei denen seelische Einflüsse als Krankheitsursache eine entscheidende Rolle spielen. Dazu gehören vor allem Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüre, chronische Magen- und Dickdarmentzündungen,
Bronchialasthma, andere allergische Krankheiten, verschiedene Hautleiden (Haut als „Spiegel“ der Seele), nervös-psychische Herz-Kreislauf-Störungen, wie Bluthochdruck, Angina Pectoris, oder Herzinfarkt, Reizblase bei Frauen, Bettnässen bei Kindern, chronische Schmerzzustände, wie Kopf- oder Rückenschmerzen und Migräne, Menstruations- und Wechseljahrbeschwerden oder auch Krebskrankheiten.
Behandelt werden auch körperliche Krankheiten, hervorgerufen durch chronische Abwehrschwäche mit allgemeiner Krankheitsanfälligkeit. Dabei darf aber die gezielte, körperliche Therapie nicht vernachlässigt werden.

Weitere Anwendungsgebiete der Hypnosetherapie sind Vorbereitung und Nachbehandlung von zahnärztlichen und chirurgischen Eingriffen, insbesondere die Beeinflussung der Ängste und Schmerzen sowie die Förderung der Heilung ohne Komplikationen, ferner die Vorbereitung auf eine natürliche, schmerzarme Geburt. Weiter besteht auch die Anwendungsmöglichkeit bei Diäten und als Unterstützung bei der Umstellung der Ernährungsgewohnheiten.

Es gibt kaum eine Störung von Körper oder Psyche, bei der fachliche Hypnosetherapie nicht zumindest ergänzend angewandt werden könnte. Zusätzlich können Schulleistungen verbessert, sowie die innere Ruhe und das Selbstvertrauen gefördert werden.

Und zur Ergänzung etwas über die Selbsthypnose (autogenes Training „AT“):
„Alles, was im lebendigen menschlichen Körper veränderbar ist, kann auch durch die Hypnose verändert werden.“ Dieser gewichtige Satz von J.H. Schultz, dem Begründer des autogenen Trainings (AT der Selbsthypnose) hat sich auch in therapeutischen Kreisen noch nicht genügend herumgesprochen, obwohl das AT inzwischen weltweit bekannt ist  ̶  nicht zuletzt durch den Sport. Dabei reichen die Möglichkeiten der Selbsthypnose (und natürlich erst recht der Hypnosetherapie) tiefer und weiter, als diejenigen anderer Verfahren der Selbstbeeinflussung, wie z.B. des populären „positiven Denkens“. Selbsthypnose erfordert verhältnismässig wenig Aufwand und kann in sehr vielen Bereichen mit hervorragenden Erfolgen eingesetzt werden:

  • Gesundheitsvorsorge
  • Selbsterkenntnis und Verwirklichung
  • Erkennen der inneren Stimme
  • Leistungsverbesserung im kreativen, seelischen und körperlichen Bereich (auch in Schule, Beruf und Sport)
  • Menschenkenntnis
  • Erkenntnis tiefenpsychologischer Lebenszusammenhänge
  • Angstabbau, Konfliktabbau
  • Vertiefung religiöser und mystischer Erfahrung
  • Therapieunterstützung (Psychotherapien und somatische Therapien)
  • Ideales Reinigungs- und Regenerationsverfahren für Therapeuten

 

Häufig gestellte Fragen

Wafragezeichens ist Hypnose?
Hypnose ist ein Zustand der Bewusstseins-Verengung oder Bewusstseins-Beschränkung. Hypnose ist ein natürlicher, wunderbarer Ruhezustand, ein Zustand totaler, tiefer Entspannung.

Entsteht Hypnose durch Mystik, übersinnliche Kräfte, aussergewöhnliche Fähigkeiten oder eine Art Zauberei oder Wunder?
Hypnose ist nichts von alledem.

 

Kann ich mit Hypnose andere Menschen beeinflussen?
Ja, aber nur in bestimmten Grenzen und nur wenn es der andere Mensch zulässt.

Ist ein Klient dem Hypnose-Therapeuten hilflos ausgeliefert?
Nein. Ein Klient wird in der Hypnose nie etwas sagen oder tun, das mit seinen Moralvorstellungen, mit seiner Ethik oder mit seinem Gewissen nicht vereinbar ist. Er wird nie etwas tun, das er im Wachzustand nicht auch tun würde.

Gibt es verschiedene Arten oder Formen der Hypnose?
Ja, es gibt drei Hauptformen der Hypnose:

-Die indirekt-permissive Hypnose
(Indirekte, permissive Methode, nach Milton H. Erickson (Sensory awareness), wie in die Ärzteschaft praktiziert.)

-Die direkt-autoritäre oder direktive Hypnose
(Klassische, autoritär-klientenorientierte, therapeutische oder auch klinische Hypnose (GTH), wie wir sie praktizieren.)

-Die autoritäre, befehlende Hypnose

Hat Hypnose etwas mit Esoterik zu tun?
Nein, in keiner Weise.

Ist jedermann hypnotisierbar?
Im Prinzip ja, aber nicht jedermann ist gleich leicht hypnotisierbar.

 
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